Angewandte Forschung im Überblick

Die angewandte Forschung der b-plus beschäftigt sich mit der Technologievorentwicklung und engagiert sich kontinuierlich in Verbundforschungsvorhaben. Der Fokus liegt dabei auf Technologien, die das hochautomatisierte, vollautomatisierte und autonome Fahren voranbringen. b-plus leistet somit einen großen Beitrag zur Entwicklung neuer Technologien für das Fahrzeug von morgen.

Dabei stehen unter anderem folgende Themen im Zentrum:

  • Ethernet Netzwerke und Switche
  • Zeitsynchronisation
  • Time-Sensitive Networking (TSN)
  • Hochbandbreitige Datenübertragung und Verarbeitung
  • Maschine Learning und künstliche Intelligenz (KI)
  • Anomalieerkennung
  • Standardisierung

Forschungsvorhaben Decentralized Anomaly Detection (DecADe)


Im Rahmen des Forschungsprojektes DecADe wurden zusammen mit den Projektpartnern Airbus, AVL, Technische Hochschule Deggendorf, Technische Universität München und Universität Bremen Methoden zur Erkennung und Aufklärung von IT-Sicherheitsvorfällen in vernetzten eingebetteten Systemen entwickelt. Dabei ist ein verteiltes, anpassbares System zur Anomalieerkennung entworfen worden, das durch Konfiguration an das spezifische Anwendungsszenario angepasst werden kann.

b-plus widmete sich im Projekt der Anomalieerkennung in Automotive Ethernet Netzwerken. Hierbei wurden unter anderem Methoden der künstlichen Intelligenz eingesetzt. Dabei entstand eine Embedded-Switch-Referenzplattform für die Anomalie-Erkennung.


Laufzeit: 06/2016–05/2019

Link zum Forschungsvorhaben

Forschungsvorhaben AutoConstruct


Im Rahmen des Forschungsprojektes AutoConstruct wurde mit den Projektpartnern CMORE, Continental, Fraunhofer IAIS und TÜV NORD an einer echtzeitfähigen Umfelderkennung von Baustellen mittels serientauglicher und kostenoptimierter Kamerasensorik für das hoch- und vollautomatisierte Fahren geforscht. Dabei wurde eine vollintegrierte Lösung für die Erkennung von Baustellenbereichen entwickelt, die das hochautomatisierte Fahren in diesen Bereichen ermöglicht.

b-plus arbeitete im Rahmen des Projektes insbesondere an den Themen Vernetzung, Datenerfassung, Datenlogging sowie Prototypen Plattform. Unter anderem musste dabei sichergestellt werden, dass eine hochbandbreitige Datenerfassung in einem zeitlich synchronisierten Sensorverbund gewährleistet ist. Zentral entstand so die Möglichkeit, komplexe, digitale dynamische Umfeldmodelle im Sinne eines elektronischen Horizonts zu erzeugen. Die Vernetzung der Rohdatensensoren mit den Prototypen und Logging Plattformen erfolgte dabei mittels eines hoch performanten Ethernet Switches.
 

Laufzeit: 12/2016–11/2019

Link zum Forschungsvorhaben

Forschungsvorhaben Vertrauenswürdige IT für Autonomes Fahren (VITAF)


Im Rahmen des Forschungsprojekts VITAF wird aktuell zusammen mit den Projektpartnern AVL Software and Functions GmbH, easycore GmbH, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Technische Hochschule Deggendorf und der TU München daran geforscht, die Vertrauenswürdigkeit von IT-Systemen im Kontext von autonomen Automobilen zu garantieren, um Grundlagen für sicheres autonomes Fahren zu schaffen.

Das Kraftfahrzeug der Zukunft ist ein in sich und mit der Außenwelt stark vernetztes Computersystem. Basierend auf vielfältigen Sensordaten, die von komplexen Algorithmen ausgewertet werden, ist es je nach Automatisierungsgrad imstande, autonom zu fahren oder mindestens zeitweilig das Fahrgeschehen selbstständig zu steuern.

Die Vielzahl der verwendeten Daten und die Kritikalität der darauf basierenden Entscheidungen machen es indes unabdingbar, die Vertrauenswürdigkeit der verwendeten Daten wie auch die Vertrauenswürdigkeit der die Daten verarbeitenden Komponenten zweifelsfrei sicherzustellen.

b-plus fokussiert sich innerhalb des Projektes insbesondere auf die Themen vertrauenswürdige Controller im Fahrzeug sowie vertrauenswürdige Datenübertragung und Speicherung im Fahrzeug.
 

Laufzeit: 01/2019–12/2021

Link zum Forschungsvorhaben

Förderprojekt iAATG


Im Rahmen des Förderprojekts iAATG wird aktuell zusammen mit den Projektpartnern b-plus, BMW Group Dingolfing und Technische Hochschule Deggendorf an der Absicherung automatisierter Fahrfunktionen geforscht und entwickelt.

Konkret werden dazu drei Ansätze verfolgt. Zum einen wird eine Vielzahl von Fahrzeugvarianten und Ausstattungsoptionen des BMW iNEXT, von der Farbe des Fahrzeugs bis zum Reifenprofil, betrachtet und auf mögliche Wechselwirkungen etwa mit der Sensorik hin analysiert. Hierfür werden Algorithmen auf Basis künstlicher Intelligenz zum Einsatz gebracht, die in der Lage sind relevante Muster in großen Datenmengen zu erkennen. In einem zweiten und dritten Teilprojekt geht es neben der Analyse auch darum, innovative Testmethoden zu entwickeln. So ist eine „Testbox“ geplant, die in Erprobungsfahrzeugen verbaut wird und deren Software den Fahrzeugen über Eingriffe in die Elektronik bestimmte Umweltszenarien vorspielt, wie etwa ein Hindernis auf der Straße.

Die b-plus beschäftigt sich dabei mit diesen Simulationen, um selten auftretende Situationen erzeugen zu können und Reaktionen und Funktionsweisen eines Fahrzeugs effizient zu überprüfen. Ähnliche Testverfahren sollen auch entwickelt werden, um zu kontrollieren, dass hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge Informationen aus der Cloud des Herstellers – etwa Verkehrs- oder Wetterhinweise – adäquat verarbeiten und wie gewünscht reagieren.
 

Laufzeit: 03/2019–02/2022